Die Halle ragt in den Nachthimmel von Dortmund. Licht strahlt aus den Fenstern. Durch den Eingang hinein in die Westfalenhalle, dumpfe Musik schallt durch die Gänge. Treppe hoch, die schwere Stahltür öffnen. In der Arena singen viele tausend Stimmen: „Wir waren – die erste Generation.“ Das groovt. Die ganze Halle singt mit.
„Das ist ein Gänsehaut-Moment“, sagt Chorsängerin Franzi von den „Voices“. Monatelang hat die 28jährige mit 20 anderen Sängerinnen im westfälischen Langenberg geprobt. Für ihren großen Auftritt bei der Premiere des Musicals „Judith und das Wunder der Schöpfung“ in Dortmund. Mit 15.000 Zuschauerinnen in einer Doppelaufführung Ende Februar.
In ganz Nordrhein-Westfalen haben 3.000 Sängerinnen und Sänger von Schul-, Gospel-, Jugend-, Kirchen- und anderen Chören sowie Familien und Einzelteilnehmer*innen das Musical einstudiert. Um mit Musik die Welt zu retten!? Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber darum, die Schöpfung zu bewahren und gemeinsam zu handeln – darum geht es in dem Musical.
„Das Musical macht für mich aus, dass Chor genauso wie Klima Teamarbeit ist“, sagt Sängerin Mila. „Einer alleine kann wenig bewirken, aber wenn alle zusammenarbeiten, kann etwas Großes daraus werden.“ Und Laura ergänzt: „Ich hoffe, dass wir damit einen Impuls ans Publikum geben können, sich dafür stark zu machen.“
Nach dem gut besuchten Start in Dortmund plant die Stiftung Creative Kirche weitere Aufführungen des Mitsingmusicals in den Regionen – sowie bundesweit in großen Veranstaltungshallen. So will man Hunderttausende Zuschauerinnen und Zuschauer begeistern und zum Mitsingen und Mitmachen in der großen Chorcommunity motivieren. Wer dabei sein will, findet hier Informationen und aktuelle Termine.
Mega-Chormusical mit 3.000 Sänger*innen
- Gemeinsam für gutes Klima und Nachhaltigkeit
- 15.000 bei Doppelpremiere in Dortmund
- Konzerte folgen in Bonn, Hannover, Mannheim, Stuttgart etc.
„Die Aufführung hat uns spüren lassen, welche Power in der Gemeinschaft steckt“, sagt Franzi. Deshalb bereiten sich die Voices sich schon auf den nächsten Auftritt vor. „Denn Singen macht glücklich!“, sagt Laura. Und lächelt.