Die Sonne scheint und der Zug fährt auf Gleis 10 ein. Pünktlich. Sven Plöger steigt aus und zieht seinen Koffer hinter sich her. Seine Laune ist sonnig wie das Wetter heute im westfälischen Hamm. „Bahnfahren macht einfach Spaß. Es ist wirklich mein Lieblingsverkehrsmittel. Ich kann entspannen, arbeiten und obendrein bin ich auch noch klimafreundlich unterwegs.“
Klar, Bahnfans erleben im Alltag so manche Überraschung: Baustellen und Verspätungen machen ihnen zu schaffen. Da geht es ihnen nicht anders als Autofahrerinnen und Autofahrern.
Der Unterschied: Wer mag, kann in der Bahn arbeiten, lesen oder einfach gar nichts machen. Und senkt unter dem Strich den Ausstoß von schädlichen Klimagasen wie CO2.
Was ganz nett sei, sagt Plöger, er bekomme immer die Info, wieviel CO2 er im Vergleich zu Reisen mit dem Auto vermieden habe. „Bis zum 19. März habe ich schon 1485 Kilogramm CO2 eingespart. Das entspricht der gleichen Emission wie elf Inlandsflüge“, erläutert der Meteorologe, TV-Moderator und Autor. Und da könne ja noch einiges kommen. „Bahnfahren habe ich in diesem Jahr noch vor“, sagt er und schmunzelt.
Und das ist noch nicht alles. „Den Bahnhof habe ich erreicht, aber da muss man ja meistens weiter.“ Auf dem letzten Stück greife seine persönliche Taxiregel: „Unterhalb von 1,5 Kilometern darf ich nicht Taxi fahren.“ Das richte sich nicht gegen Taxifahrer, sondern helfe dem Klimaschutz. „Ich muss den ÖPNV nutzen oder kann natürlich auch zu Fuß gehen.“
Sagt er und zieht seinen Koffer über den Bahnhofsvorplatz.
Svens „Taxi-Regel“:
- Unter 1,5 km kein Taxi
- Entweder ÖPNV oder zu Fuß