Täglich wechseln Zehntausende Menschen in NRW zwischen Rädern, E-Scootern, Autos und Öffis hin und her. An Mobilstationen finden sie das Verkehrsmittel, das in dem Moment am besten zu ihren Plänen passt.

Alicia hat es eilig: Sie biegt mit dem Rad um die Ecke, bremst und stellt es ins Parkhaus der Mobilstation. Die letzten Meter geht sie schnellen Schrittes ins Büro. Nach der Arbeit nimmt sie ein Lastenrad, verstaut Sporttasche und Getränke und radelt zu ihrem Run Club.

Abends bringt sie das Cargo-Bike zurück, nimmt ein Auto und fährt entspannt nach Hause. Das Fahrzeug parkt sie in der Nachbarschaft.

„Ich liebe es, mit dem Fahrrad an der frischen Luft zu sein“, sagt die 27-Jährige und lächelt. „Und wenn ich ein Auto brauche, ein Lastenrad oder die Bahn, dann habe ich hier die Auswahl. Voll praktisch.“

1_Foto_Carousel_Mobilstation Story Webseite
2_Foto_Carousel_Mobilstation Story Webseite
3_Foto_Carousel_Mobilstation Story Webseite
4_Foto_Carousel_Mobilstation Story Webseite
5_Foto_Carousel_Mobilstation Story Webseite
6_Foto_Carousel_Mobilstation Story Webseite
Alicia ist immer gut unterwegs | © Johannes Farrenkopf

Die im Herbst 2025 eröffnete Mobilstation in Düsseldorf ist beliebt: Die Fahrradgarage ist durchgehend ausgebucht, viele nutzen die Sharing-Angebote.

Als praktische Sammelstellen für Verkehrsmittel sind Mobilstationen im Trend: Allein in der Landeshauptstadt gibt es 35. Darüber hinaus gibt es hier 320 Standorte für E-Scooter und Leihräder. Diese werden intensiv genutzt: Im Juli 2026 gab es 660.000 Fahrten mit E-Scootern, 69.000 mit Mietfahrrädern. Stolze 1,4 Mio. Kilometer legen die Menschen mit E-Scootern und Leihrädern in Düsseldorf zurück – im Monat. Das entspricht zweimal zum Mond und zurück.

Heute ein Auto, Fahrrad oder Scooter?

Landesweit switchen viele Bürgerinnen und Bürger zwischen Rädern, Scootern, Autos und Öffis, um flexibel und günstig unterwegs zu sein.  Sie können wählen unter hunderten Mobilstationen, auch im ländlichen Raum: Zum Beispiel in Anröchte, Borgholzhausen, Burscheid, Coesfeld, Dülmen, Engelskirchen, Erftstadt, Hamm, Herford, Kamen, Kirchlengern, Kleve, Monschau, Rösrath, Rheinbach, Soest, Wermelskirchen, Werther.

In der Region Rheinland gibt es 120 dieser praktischen Verleihstationen, in Westfalen-Lippe sind es rund 90. Und es werden immer mehr.

„Ich brauche kein eigenes Auto“, sagt Alicia. „Hier gibt es so viele Möglichkeiten, die ich spontan nutzen kann. Außerdem sind Rad und E-Scooter klimafreundlicher und so viel günstiger.“

mobilstation_yt_saven
Eigenes Auto zu teuer? Es gibt clevere Alternativen | © MWIKE NRW
Spontan entscheiden, smart und schnell buchen

Unterstützt wird der Trend durch die einfache Buchung per App. „Wenn ich abends in der Stadt unterwegs bin und mich auf dem Rad oder in den Öffis unwohl fühle, kann ich schnell auf dem Handy das Auto buchen“, sagt Power-Userin Alicia. „Und komme sicher nach Hause.“

Die Düsseldorferin nutzt die Angebote für Fahrten zur Arbeit, zu Freunden, zum Sport und zu Ausflügen. „Ich liebe die Flexibilität. Und muss mich nicht um ein Auto kümmern.“

Ärger bei der Ausleihe habe sie noch nicht erlebt. Als sie einmal einen Schaden am Leihwagen bemerkte, hat sie den per Handy gemeldet. Und dafür kulanterweise eine kleine Entschädigung erhalten.

Und der Lauf im Run Club nach der Arbeit? Hat Spaß gemacht und war entspannend, sagt Alicia. Auch der Blick auf die Rechnung habe die Stimmung nicht getrübt: „Das Lastenrad hat nur einen Euro pro Stunde gekostet.“

mobilstation_yt_endgame
Der Tempo-Test: Wer kommt schnell durch die Rush-Hour? | © MWIKE NRW

FAQ

Wo finde ich Mobilstationen und kleinere Ausleihen in der Nähe?

Informationen gibt es in der Regel auf den Internetseiten des Verkehrsunternehmens, der Verkehrsverbünde wie VRR, go.Rheinland und NWL. Gebündelt gibt es die Infos hier: https://mdd.gorheinland.com/MobiMap

Beispiele:
Köln: www.stadt-koeln.de/artikel/70054/index.html,
Düsseldorf: www.cmd.nrw

Informationen zum Leihangebot (Carsharing, Fahrradverleih, E-Tretroller) finden sich auf den Internetseiten der Anbieter.


Welche Verkehrsmittel und Services werden angeboten?

In vielen Städten und Kreisen gibt es Stationen für E-Scooter und Leihräder. Hinzu kommen hunderte solcher Mobil-Hubs mit tausenden Radboxen, in denen z.B. Pendler eigene Räder sicher abstellen und umsteigen können auf Bus und Bahn etc. An größeren Mobilstationen gibt es auch Leih-Fahrzeuge und Ladepunkte.

Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen in NRW gibt’s hier:
www.dein-radschloss.de und https://radbox.nrw


Wie funktioniert die Buchung?

In der Regel über Handy-Apps der örtlich unterschiedlichen Anbieter von Rädern, Carsharing, Rad-Boxen und -Garagen.


Was kostet die Nutzung?

So vielfältig wie die Mobilitätsangebote sind die Kostenmodelle. Services können z.B. minuten-, stunden-, tage-, wochen- oder monatsweise abgerechnet werden. Als erste Orientierung kann folgendes Beispiel dienen: So kann ein Leihrad z.B. 1 Euro pro Stunde, 5 Euro pro Tag oder 7,50 Euro im Monat (1 Stunde täglich) kosten. Eine Fahrradbox kann täglich 1 Euro, wöchentlich 5 Euro und monatlich 15 Euro kosten.